Hi Janni,
mir gefällt deine Ausarbeitung immer noch sehr gut

aber dieser Part...
Der Artenkomplex der Aulonocara - eingedeutscht auch Kaiserbuntbarsch - gilt als kreuzungsanfällig, woher auch die enorme Anzahl der Selektionskreuzungen, also bewusst gezüchteter Unterarten für den Handel stammen dürfte. Das bedeutet wiederum eine vermeintliche Gefahr durch Verbreitung privater Aulonocara Nachzuchten auf dem Zierfischmarkt, da die Verpaarung aus dem See stammender "Aulos" in Bezug auf das Geschlecht nur etwas für echte Kenner ist. Die Weibchen ähneln sich sehr und akzeptieren bei der Partnerwahl auch andere Kaiserunterarten.
... trifft m.E. alle Arten, die sich zu sehr ähneln
undes spielen bei Allen, die Faktoren des vorhandenseins eines diminanten, arteigenen Männchens
eine Rolle, sowie der Arterhaltungs-/Fortpflanzungstrieb. Gibt es im AQ kein arteigenes dominantes
Männchen, kommen für die Weibchen manchmal eben Alternativen in Frage.
Mit Gewalt kann man fast alles aus dem Malawisee kreuzen (siehe den Horrorlink v. Nivus),
aber "nur", wenn man es bewusst steuert, oder Fehler im Besatz tolleriert.

Nur ein Beispiel: Ich hatte schon sehr viele unterschiedliche Aulos 1/1 im Becken,
1mal A.chilumba und A.cobue (beide blau) -> beide dominant und die Weibchen fanden jedesmal ihre
Partner. Erst als der A.cobue Bock verstarb, ab da gab es Kreuzungen - die aber nie überlebten!