Autor Thema: Ablaufdimensionierung  (Gelesen 877 mal)

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Offline SpongeBob

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Ablaufdimensionierung
« am: 2010-06-07 18:56:51 »
Hi Folks!

Bin ja fleissig am Planen meines Beckens. Jetzt stellt sich mir gerade die Frage wie ich denn berechnen kann, wie viel Wasser durch mein Abflußrohr im Abflussschacht ablaufen kann. Ich möchte ein 40er Rohr anbringen. Der Ablaufschacht ist 55cm hoch und unten hängt noch ca. 30cm Rohr Richtung Filterbecken dran. Eigentlich habe ich nun eine Fallrohrlänge von 85cm, wenn der Schacht voll ist.

Ein DN40 Rohr hat 0,001257 m^2 Querschnittsfläche. Die max. Strömungsgeschwindigkeit c sollte sich aus c=wurzel(2*g*h)=wurzel(2*9,81*0,85)=4,08 m/s berechnen. Das bedeutet, dass sich der Volumenstrom Q zu Q=c*A=4,08*0,001257=18,47 m^3/h berechnen sollte. Jetzt noch a bisserl Praxis reingerechnet, dann sollten durch das Rohr ca. 15-16 m^3/h abfließen können.

Jetzt die Gretchenfrage: Stimmt das oder schlägt mein Fensterplatz in Physik nun endgültig voll durch?  ;D

Danke + Grüße
Helmut

Offline jan

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #1 am: 2010-06-07 20:09:40 »
hallo
ich verwende bei meinen beiden aqs (490l + 1120l) jeweils 40er rohr. das langt. grade bei dem kleinen haette ganz sicher auch 30er gereicht (vermutlich aber auch beim grossen)
ein groesserer rohrquerschnitt hat aber (ausser einmalig beim kaufpreis) keinen nachteil
Gruss
Jan

Pate der Malawisee-Mafia

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Online Mikey

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #2 am: 2010-06-07 22:25:59 »
Hi,
mein 960er hat auch nen 40er Ablauf
Grüße aus Waltrop
      Michael

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Offline jannibunny81

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #3 am: 2010-06-07 23:09:02 »
Hallo Helmut,

bei uns in der Praxis (Anlagenbau/Pumpwerke) sehen selbst die planenden Ingenieurbüros das nicht sooo eng. Wenn es in deinem Fall um wirklich lange Längen gehen würde, merkte mann vielleicht Verluste. Was Du aber nicht berücksichtigt hast sind z.B. Bögen u.ä. (Strömungskiller, gerade über 45°).

Nimms so groß wie es geht und gut.
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Liebe Grüße von Jan.

Offline SpongeBob

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #4 am: 2010-06-08 08:17:06 »
Danke!

Mir ging es hauptsächlich darum mal abzuschätzen was mich erwartet, wenn z. B. der Ablaufschacht reißt und die ganze Brühe in das Filterbecken fließt...
Ich möchte abschätzen ob mein Notablauf (natürlich auch DN40 und ans Hausabwasser angeschlossen) das dann mit ja eigentlich geringerem Druck (oder?) weghobeln kann.

Offline jannibunny81

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #5 am: 2010-06-08 22:32:26 »
Hi Helmut!

Das Worst-Case-Szenario ist natürlich schwer einzuschätzen. Da gibt es keine Erfahrungswerte und es ist schwer zu prognostizieren, wieviel Wasser mengenmäßig bei einer solchen Havarie austritt und das Filterbecken beflutet.

Grundsätzlich kann es ja immer noch nicht mehr sein, als dein Ablauf ins Filterbecken zulässt. Dann einen DN 40 Anschluss in die Hauskanalisation...mhhh...gefühlt sollte das passen.
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Liebe Grüße von Jan.

Offline jan

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #6 am: 2010-06-08 23:20:47 »
hallo
wenn der ueberlaufschacht schlagartig reisst, gibts sicher nasse fuesse.
wird er nur undicht, langt vermutlich schon deutlich weniger.
ich glaube, dass du mit 40mm gut beraten bist
Gruss
Jan

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Offline SpongeBob

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #7 am: 2010-06-09 08:16:17 »
Danke Euch beiden.

Hmmm. Richtig ist natürlich, dass ein 40er ein 40er Rohr bleibt - egal was da oben für ne Menge Wasser steht, solange der Druck (in dem Fall die Höhe der "Wassersäule") konstant bleibt. Reißt jetzt als der Ablaufschacht schlagartig, ändert sich ja der Druck zunächst nicht. Das ist schon mal gut.

Was halt ein Problem darstellt ist der deutlich geringere Ablaufdruck des Notüberlaufs im Filterbecken. Dem kann ich m.E. entgegenwirken, wenn ich als Notüberlauf n Rohr ne Nummer Größer nehme - also n DN50. Das ist auch gleich noch das, was im haus eh verlegt ist. Passt also im wahrsten Sinne des Wortes.

Dann hat mein Filterbecken nach ersten Entwürfen/Schätzungen auch noch ein Kompensationsvolumen von ca. 40l. Das kann genutzt werden, wenn die Abflussmenge aus dem AQ größer ist als die Abflußmenge aus dem Filter. Jetzt hoffe ich mal, dass über die Zeit betrachtet, das Delta nicht so groß ist, dass es (das Kompensationsvolumen) aufgebraucht ist, bevor das AQ so weit leergelaufen ist, dass sich durch den Druckverlust (Höhenverlust) die beiden Volumenströme angeglichen haben.  ;D

Also wenn ich das so schreibe, denke ich, dass ich mit nem DN50 im Notablauf auf der sicheren Seite bin, denn bei den (relativ) hohen Strömungsgeschwindigkeiten im Rohr bei einem Ablaufschachtplatzer, entstehen ja auch signifikante Druckverluste, woraus Volumenstromreduzierungen auf der Zulaufseite resultieren (sollten).

Offline jan

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #8 am: 2010-06-09 10:22:05 »
hallo
ist ja soweit alles richtig, aber ich sehe einen geplatzten ueberlaufschacht als nicht wahrscheinlicher an, als ne geplatzte aq-scheibe.
mit sowas rechne ich aber lieber nicht wirklich. wenn es doch mal passiert, hab ich versicherungen fuer sowas  :D
Gruss
Jan

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Offline SpongeBob

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Antw:Ablaufdimensionierung
« Antwort #9 am: 2010-06-09 11:39:10 »
ich sehe einen geplatzten ueberlaufschacht als nicht wahrscheinlicher an, als ne geplatzte aq-scheibe.

Sehe ich absolut genauso.

Als Maßnahme gegen das Risiko geplatzte AQ Scheibe bleibt halt nicht viel. Versicherung für den Schaden - ja, natürlich. Wobei Parketboden erneuern, Möbel aufgeweicht oder sonst was wohl dann der größere Ärger sind (wenn der Besatz und das Becken evtl. auch teurer sind).

Als Maßnahme gegen den geplatzten Überlaufschacht muss ich wie jetzt erarbeitet/diskutiert wohl nur den Nenndurchmesser des Notüberlaufs im Filter vergrößern, dann kann das auch "trocken" über die Bühne gehen. Das ist kein Aufwand, da ich den Notüberlauf im Filterbecken ja sowieso wegen des automatischen Wasserwechsels habe.