Wissenschaftlicher Name: Cryptocoryne aponogetifolia
Deutsche Bezeichnung: Aponogetonblättriger Wasserkelch, Hammerschlag-Wasserkelch
Besonderheiten: Bei Zerreißen werden mikroskopisch feine Kristallnadeln aus Calciumoxalat ins Wasser abgegeben, die bei Hautkontakt ein Jucken verursachen.
Herkunft: Philippinen (Luzon).
Kultur: Anspruchslos
Licht: mittel
Merkmale: Temperaturen: 22 - 28°C
pH-Wert: 6,0-8,0
Härte: sehr weich bis sehr hart
Vermehrung: durch Ausläufer
Wuchs: Monatlich 1 - 2 Blätter
Wuchshöhe: Blattlänge bis 100 cm

Die Blätter sind schmal lanzettlich bis linealisch, stark bullos, hell bis dunkelgrün. Das Blatt ist bis 100 cm lang und 2 cm bis 5 cm breit. Diese Pflanzen lassen sich nur unter Wasser kultivieren. Die Spatha des Blütenstandes wächst vom Grund bis zur Wasseroberfläche und öffnet sich dort. Der Stiel des Blütenstandes kann sich dabei auf eine Länge von etwa 10 cm bis 15 cm, der Kessel auf eine Länge von 25 cm strecken. Die Spatha ist außen rötlich und im inneren weiß. Die Frucht entwickelt sich auf der Spitze des Blütenstandstieles unter Wasser.
Diese Art eignet sich gut für Cichlidenaquarien (Tanganjika, Malawi), weil die Pflanzen wegen ihrer extrem stark brennenden Oxalatnadeln nicht von den Fischen gefressen werden. Die Vermehrung erfolgt über Ausläufer.
Bei großen Wasserwechseln oder Umsetzen der Pflanze in andere Becken mit anderen Wasserparametern entsteht gelegentlich die Cryptocorynienfäule. Hier handelt es sich aber nicht um eine Krankheit, sondern vielmehr eine Anpassung an die neuen Verhältnisse. In den Heimatgewässern mit extrem schwankenden Wasserspiegeln würde diese Cryptocoryne sonst durch die dadurch entstehenden reißenden Strömungen weggerissen. So lässt sie ihre Blätter "fallen" und treibt dann wieder komplett neu aus!
Teilweise war die Art früher unter dem Namen Cryptocoryne usteriana im Handel.